Andere Sitten, bessere Sitten?

Ich fange mal mit mir selbst an: eine Hostelküche um sieben Uhr Abends, mitten in Neuseeland. Es ist gerammelt voll, Menschen aus allerlei Nationen kochen und schnibbeln so vor sich hin. Auftritt Rainer und Angela, so taufe ich sie hier spaßeshalber. Ebenfalls schon vor Ort ist Angelas kleine Schwester Laura. Die hat soeben Müll weggeworfen und ist schon wieder fast draußen. Angela öffnet die Tonne und schweigt einen Moment entsetzt: „Wer hat den Plastik in den Hausmüll geworfen???“ Laura dreht sich um: „Äh, das war wohl ich.“ Angela guckt derartig fassungslos, das es schon fast witzig ist. Noch während sie sprachlos an der Tonne steht kommt Rainer, allem Anschein nach ihr Ehemann. Er öffnet ebenfalls die Tonne um irgendwas zu entsorgen und zuckt zusammen: „Oh Gott! Wer hat den Plastik in die Tonne für den Hausmüll geworfen?“ Lauras verschämte Antwort höre ich schon nicht mehr, ich verlasse fluchtartig den Raum. Dabei überkommt mich ein vertrautes Gefühl: Scham. Ich schäme mich für meine Landsleute und ihre ach so deutschen Eigenschaften. Lieber schweige ich den restlichen Abend, als mich als Deutsche identifizieren zu lassen.

Aber sollte ich nicht eher stolz sein auf Angela und Rainer, dass sie sich auch so weit weg von zu Hause an ihre deutschen Tugenden erinnern? Nur einen Tag nachdem ich mich an dieses Beispiel erinnert habe, postet eine amerikanische Freundin ein Video,in dem die deutsche Mülltrennung in den Himmel gelobt wird. Die Filmemacher zeigen, wie schlecht die USA dagegen das Problem managt. Das heißt ja im Umkehrschluss, ich schäme mich für etwas, das andere Länder großartig finden.

Warum sind so viele von uns so schnell bereit, die eigenen Sitten als völlig übertrieben und dämlich zu erachten und in anderen Ländern unsere ganze kritische Einstellung über Bord zu werfen und nur noch zu schwärmen?

Gerade beim Reisen begegnet einem das Thema der Identifizierung mit der eigenen Kultur überall. Ich bin großer Fan der argentinischen Lebensart, ein argentinischer Freund wiederum hört nicht auf, auf sein Land zu schimpfen und sich nach Europa zu träumen. Spätestens seit dem Referendum kriegen jüngere Briten schnell einen fast schon angeekelten Gesichtsausdruck, wenn es um ihr eigenes Land geht. Und für viele Deutsche ist es immer noch das größte Kompliment, wenn sie jemand als „überhaupt nicht typisch deutsch“ bezeichnet.

Wenn man in dem Land aufwächst, in dem schon die eigenen Eltern und Großeltern gelebt haben, dann kann man diese Herkunft eigentlich nicht verleugnen. Kulturelle Prägung lässt sich nicht an und ausschalten wie es einem gerade passt. Beispiel: Tanja J. Sie sieht sich in ihrem Herzen eindeutig als Spanierin, will unbedingt nach Barcelona ziehen. Aber: Es ist dort einfach so schmutzig. Und alle kommen ständig zu spät. All diese Eigenschaften und Vorlieben, die wir bei unseren Landleuten oft so unerträglich finden: Sie sind häufiger ganz nah an und in uns, jederzeit bereit, hervorzukommen. Deswegen stoßen wir sie wohl mit solcher Macht von uns.

Und was die bedingungslose Schwärmerei für andere Länder angeht: Ich denke, es dauert sehr lang, bis man einen wirklichen Zugang zu einer anderen Kultur und Nation kriegt. Einen, der eine klare Sicht ermöglicht: auf vergangene Traumata, auf Probleme, auf tiefer liegende Ungerechtigkeiten – kurzum, die Realität.

Die Moral von der Geschichte? Ich fahre jetzt wieder nach Neuseeland. Und ich will dieses Mal die Tendenz unterdrücken, bei jeder passenden Gelegenheit mein Deutschsein möglichst hastig zu verstecken. Es ist wie es ist: Als ich vor zwei Jahren in Sydney mit meinen neu gekauften australischen Klamotten und einem australischen Klatschmagazin unter dem Arm durch die Straßen lief, kamen zwei Jungs auf mich zu und hatten nur eine Frage: „Are you German?“ Also bitte, wozu gebe ich mir dann überhaupt noch Mühe?

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Silvester 2015. Oder: Wer muss sich jetzt eigentlich ändern?

Jetzt, sechs Tage nach der Silvesternacht platzen die Medien fast vor Berichten über den sexuellen Übergriffen in Köln. Politiker und Polizei schieben Schuldzuweisungen hin und her und über allem liegt die stete Mahnung, dass noch längst nicht bewiesen sei, dass es sich bei den Tätern jener Nacht um Flüchtlinge handelt. Ich war nicht da und weiß es nicht. Was ich aber weiß ist, dass es auch hier, in meiner Heimatstadt, in dieser Neujahrsnacht anders war.

Wo? Caricatura-Bar, Kassel

Wann? 01.01.2016, 03:00 Uhr

Die Stimmung ist feucht-fröhlich als wir uns in die überfüllte Bar reinschieben. Es sind unterschiedlichste Menschen da, Alter, Geschlecht, Hautfarbe, von allem ist etwas dabei. Erst als wir auf der Tanzfläche stehen, sagt J: „Ganz schön viele arabische Männer, oder?“ Vielleicht bemerken wir sie aber auch erst jetzt als wir, drei Frauen, alleine anfangen zu tanzen. Denn plötzlich sind wir umringt von einer Traube junger Männer. Der eine schiebt sich gleich mal ran, um die Verhältnisse zu klären: „I am from Syria.“ Aha, alles klar. Was soll das denn heißen? Aber dann spüre ich auch schon eine Hand auf meinem Po und muss die erstmal nachdrücklich wegschieben. Sie gucken allesamt ein wenig seltsam, mustern uns eindeutig aber mit einem leicht nach innen gerichteten Blick. Egal, wir sind ja hier zum Tanzen und das tun wir auch. Zumindest für circa dreißig Sekunden. Die Traube wird enger, während ich versuche mit wütendem Blick Abstand zu suggerieren. Dann kommt der nächste: „Dance with me, please.“ „No, thanks.“ Ich bin freundlich, warum auch nicht? Die Frage ist nicht schlimm und bitte hat er ja sogar auch noch gesagt. Aber No scheint im Wortschatz noch nicht angesiedelt zu sein. „Dance with me please.“ Dazu kommen schon wieder die Arme in Richtung meiner Hüfte. Ich drücke meine Hände auf seinen Brustkorb und schiebe ihn weg: “No means no.” Dann frage ich ihn ob er Deutsch spricht. Aber auch er sagt nur: „I am from Syria.“ Meine Erklärung, dass der deutsche Ausdruck „So nicht“ sehr wichtig ist, verläuft im Sande, er scheint irgendwie gar nichts mehr mitzukriegen. Unsere männliche Begleitung kommt zurück und die Traube um uns löst sich. Schön, aus Respekt vor mir lassen sie uns nicht in Ruhe, aber immerhin aus Respekt vor anderen Männern. Ohnehin schwofen sie nur ein bisschen nach links, um nebenan bei anderen Mädels weiterzumachen. Ich merke, dass Wut in mir hochsteigt. Verdammt nochmal, es ist eindeutig, dass die das nicht wollen. Aber nach ein paar Minuten wegschieben geben die Frauen auf und gehen. J beobachtet die Szene ebenfalls: „Wahrscheinlich müssen wir jetzt echt die Art ändern wie wir feiern gehen, oder?“ Ist das die Konsequenz? Das will ich einfach nicht akzeptieren. Ich möchte mehr Beobachtungen machen und an Tanzen ist ja ohnehin nicht zu denken. Aber ist es tatsächlich an allen Ecken dasselbe Bild. Mädels, die sich wehren müssen gegen allzu aufdringliche Tanz- und Streichelangebote. Eine läuft fast durch den halben Raum und versucht unauffällig einen Araber abzuschütteln, der mit verklärtem Blick an ihrer Hüfte klebt. Ich schubse ihn schließlich weg und fange mir von ihr noch einen nicht ganz so dankbaren Blick für meine Belehrungen: „Du musst dem das auch sagen! Scheinbar wissen die ja nicht, dass das nicht ok ist und Frauen, die allein tanzen, das nicht nur tun, um von Männern angetanzt zu werden.“ Denn das ist das Gefühl, dass ich mehr und mehr bekomme. Dass sie es nicht wissen und auch nicht verstehen. Die Stimmung ist nicht aggressiv und ich habe nicht das Gefühl, dass ich ein Risiko eingehe, wenn ich so nachdrücklich meine Ablehnung zeige. P ist das allerdings zu dem Zeitpunkt schon alles egal, sie ist mit ihrem Freund da und kommt ziemlich aufgelöst zu uns: „Mann, die grabschen die ganze Zeit. Ich hatte schon Hände an meinem Po und meinen Brüsten. Das darf doch nicht wahr sein, wir gehen jetzt.“ Was glauben die eigentlich, wer die sind? Frauen in einer Menge antatschen, die ihnen selbst Schutz und dem weiblichen Geschlecht nur noch mehr Hilfslosigkeit bietet, ist einfach das Letzte. Wir halten es auch nicht mehr viel länger in dem Gedränge aus und gehen. Mit einem Gefühl von Wut, von Unverständnis, von Verzweiflung. Ich will nicht, dass diese Szenarien jetzt alltäglich werden, wenn wir abends unterwegs sind. Aber habe ich überhaupt Möglichkeiten, das zu verhindern?

 

Headwind and Hangover

There are times where everything seems to be perfect: you have new ideas and new plans that increase your self-confidence. They make you believe that everything is possible and nothing can stop you. And then there are other times; they usually come right after the good ones. These are the times when nobody wants to hear your ideas; when your new plans don’t turn out the way you thought they would; When you realize that there are a lot of things that can stop you.

It could be way easier: just stick to the old routine. Keep living the way you’ve always lived, keep doing the job you’ve always done, and relax in your free time. Nobody has to reach for the stars; it’s probably much simpler for people who don’t. It’s universal: no one likes to be rejected and for good reasons. An idea that at first sounds so interesting to you might seem stupid later if somebody else declines it. The new plan can collapse upon itself when you’re faced with the misunderstanding or dislike of others.

It doesn’t matter how well we think we know the whole process. For example: An advertisement for a job might be just a formality—they could’ve already selected someone internally. A magazine says that they are looking for new ideas: but they’ve been working with the same authors for a long time and don’t need new ones, only their ideas. It’s nothing personal and you know that. But in weak moments it is very easy to forget all of this. And then our precious self-confidence quickly turns into doubt.

But I like to believe that we don’t really have a choice. People only have a limited ability to choose what kind of person they want to be. And if you are someone who follows your dreams then dealing with rejection will be challenging throughout your life. So, no matter how many times life throws you out of the saddle, you have to get back in there again. Giving up is way too easy. 

The chronic goodbye. Or: Are we all masochists?

It seems that our generation loves to say goodbye. Which other possible reason is there for doing it constantly? Finishing school: Saying goodbye. Going abroad: Saying goodbye to home. Coming back home: Saying goodbye to new friends. Going to university: Saying goodbye to home again. Finishing Bachelor’s degree: Saying goodbye. Finishing Master’s degree: Saying goodbye. And while we are doing that, we attend summer schools, workshops, sport academies and loads of other things where we also have to say goodbye in the end.

Back in the days saying goodbye was something serious, something special, something associated with soldiers or emigrants. There are tons of songs and poems about the pain of farewell. And today? Even though some goodbye’s are still harder than others, we are so used to leaving places and people behind that it doesn’t seem to really matter anymore. It is weird to think about it like this. Because a heart is incapable of building up a protective cover. Because we still devote ourselves to the moment, we enjoy the time, we build up friendships, sometimes love. But all of this happens under the knowledge that it is just for a certain amount of time. Usually that’s what makes it more intense. And at the end everyone promises to stay in touch, to meet again. Which usually won’t happen.

Honestly, why are we doing this to ourselves on a regular basis? Are we all emotional masochists? Maybe is it just the burden of our time, the price we have to pay for all the possibilities we have. We have the choice. We could stay home, spend all of our time with the same people at the same place. But that would be so – boring. And limited.

So maybe there is only one recipe against the farewell pain. Having a home, having good friends no matter how far away they might be. Having something to go back to. Because in this case the joy of reunion equalizes the pain of farewell. Hopefully.

Ein Plädoyer für weniger Furcht

Ich habe gestern mich selbst getroffen und zwar in der Version von 2006. Eine Abiturientin, die gerade ein Au-Pair Jahr in der vibrierendsten Stadt Europas macht, der die Welt offen steht und die sich trotzdem vor allem eins macht: Sorgen. Darüber, was sie studieren soll und will, darüber, wie sie ihr Leben generell gestalten und ihre Prioritäten setzen wird.

Es gibt diese Momente und Zeiträume im Leben, wo Entscheidungen getroffen werden müssen und komischerweise führt das oft  dazu, dass man eher Angst hat als diese Freiheit wertzuschätzen.  Zuviel Auswahl kann verrückt machen, woher soll man denn wissen, dass man am Ende das richtige wählt? Jetzt, zehn Jahre später, weiß ich immerhin, dass es sowas wie ein Ende nicht gibt. Mit 19 habe ich gedacht, dass alle Entscheidungen, die ich treffe, unwiderruflich mein Leben gestalten. Tatsächlich habe ich festgestellt, dass es unendlich viele Abzweigungen gibt, an denen man sich immer wieder neu entscheidet. Die ganze Angst und die ganzen Sorgen lähmen nur und so vieles von dem, was ich früher befürchtet habe, hat sich dann ganz anders entwickelt. Wobei früher jetzt ein diffuser Begriff ist, vor der Reise habe ich mich ebenfalls mit Herzklopfen gewunden.

Ich konnte mir gestern folgendes sagen: „Du brauchst keine Angst zu haben! Egal, wofür du dich entscheidest, es wird auf irgendwelchen verschlungenen Wegen, die du jetzt ohnehin noch nicht abschätzen kannst, das richtige sein.“ Und irgendwie bereue ich mittlerweile lieber Dinge, die sich im Nachhinein dann doch nicht als so grandios herausstellen, als sie von Vornherein überhaupt nicht zu machen.

Die Zeit danach. Oder dazwischen?

Das Problem nach einer Reise um die Welt ist: Es ist nicht mehr so wie davor. Ich bin wieder zu Hause und das schon seit zwölf Wochen. Die kaum zu ertragende Sehnsucht nach dem ständig-Neuen, das Vermissen der Reisepartner, die Unlust, nur noch Deutsch zu sprechen – all das ist weniger geworden. Ich habe mich wieder eingewöhnt, ich wohne wieder in derselben Wohnung wie vorher, fahre wieder dasselbe Auto und treffe meine alten Freunde. Alles Dinge, die ich extrem schätze und die ich brauche. Und doch sind diese Handlungen unterlegt mit einem neuen Gefühl. Es ist diffus und ich finde keinen Begriff, der zu hundert Prozent darauf passt. Es ist das Sehnen nach Freiheit, die Suche nach dem puren Ich, der Wunsch nach dem Unbekannten, dem intensiven Gefühl. Mein Geist will nicht akzeptieren, dass diese Art Glück nur temporär gewesen sein soll. Und es lässt mich nicht los, es treibt mich um, lässt mich schlecht schlafen.

Ich sitze in einem Büro und fühle einen übermächtigen Fluchtinstinkt in mir aufsteigen. Einfach weglaufen, alles zurücklassen, um zu finden, was mir fehlt. Ja, es ist irgendwie armselig und vielleicht ein Luxusproblem. Da gehe ich auf Reisen, sehe die Welt und bin mit nichts mehr zufrieden, wenn ich zurück komme? Ich habe mich nie für jemanden gehalten, dem so etwas passiert. Aber das Gefühl ist da und Glück lässt sich nicht einreden. Ich kann klar sehen, wie unfair es jenen vorkommen muss, die hier geblieben sind. Aber auch das ändert nur mein Verhalten und nicht das, was in meinem Herzen vor sich geht.

Es ist, als ob sich im Inneren etwas verschoben hat und ich keine Möglichkeit habe, das wieder rückgängig zu machen. Von dem Risiko hat mir niemand erzählt und ich glaube, das kennt auch keiner, der es nicht erlebt hat. Es gibt Reisen, von denen man nicht mehr ganz zurückkommt.

The Unbearable Beauty of Vastness

What is the best thing about travelling? Driving new roads, walking unknown paths. And sometimes finding the ones, that don’t just lead you to a new region but touch the soul in an unknown way. The ones that give wings, the ones that speak to the heart with their pure beauty.
Argentina, the road from El Calafate to El Chaltén. Endless prarie, hills and sky. The feeling of being really small. And at the same time awake like never before, the thoughts free themselves in this vast landscape. They speed up over the lowlands, ascent with the mountains. Freedom, real freedom seems to be possible. The lonely road to infinity, while skeletons of Alpakas at the curbside are a reminder that nothing is forever. Everything that matters fades away in the distance. It is simultaneously beautiful and intimidating.
Redemption eventually, right before the vastness becomes too much to bear. At the horizon appears a massive mountain range with the Monte Fitz Roy in the middle. Proud, solid, stonelike. It grounds and recaptures everything that lost its meaning in no man’s land. The closer they get, the further their shadows reach into the wide land in front of them. In the twilight all the hills darken until the sun reaches only the highest summit before she disappears.

 

Die Unerträgliche Schönheit der Weite

Was das Besondere am Reisen ist? Neue Straßen fahren, unbekannte Wege gehen. Und manchmal auf jene zu stoßen, die einen nicht nur geografisch in eine neue Region bringen, sondern die die ganze Seele berühren. Die dem Geist Flügel verleihen, das Herz durch ihre schiere Schönheit erweitern.

Argentinien, der Weg von El Calafate nach El Chaltén. Endlose Prärie, Hügel, unfassbar viel Himmel. Das Gefühl, ganz klein zu sein. Und andererseits offen wie selten, als ob die Gedanken freier werden in dieser Landschaft, über die weiten Ebenen an Tempo gewinnen und an den Bergen Aufwind kriegen. Freiheit, wirkliche Freiheit, scheint plötzlich möglich zu sein. Die einsame Straße in die Endlosigkeit, einzelne Alpakaskelette am Rand erinnern daran, dass nichts unendlich ist. Alles was normalerweise wichtig ist, scheint sich in der Ferne zu verlieren. Es ist wunderschön und gleichzeitig einschüchternd.

Dann schließlich die Erlösung, als man glaubt, die Weite nicht mehr ertragen zu können. Am Horizont das riesige und wundervolle Bergmassiv rund um den Monte Fitz Roy. Stolz, fest, steinern gibt es wieder Halt, fängt ein, was im Niemandsland an Bedeutung verloren hat. Je näher sie kommen, umso weiter reichen die Schatten der Berge in das weite Land vor ihnen hinein. In der Abenddämmerung werden alle Hügel dunkel, bis die Sonne nur noch den höchsten Gipfel erreicht.