Happiness is only real when shared

Why do two souls sometimes connect with each other in the easiest way? Why are some people capable of reaching our core in such a short amount of time? I have been travelling for quite a while now and I have met hundreds of people over the past months. But from those hundreds, only a small fraction have given me that special feeling that occurs when everything just falls into place.
I meet these people and no small talk is needed. It seems we already know everything that might matter about one another. Without any bullshit we move directly to the things that are the most important to us in that very moment. They inspire me, impress me, give me a new perspective on old thoughts or just hold me and give me warmth when I need it.
Meeting them gives me the feeling that I am drawn towards them, as if there is kind of a magnetic force that takes away all the effort of a new encounter. They share my most intimate thoughts and right away, nothing else matters. These magic moments do not last for long. Most of the time we spend only a few hours together before our plans send us different ways. But all of these people mark my heart in a special and longlasting way.
Sure, I do not really know them, at least not all of them. But I do know that being with them is like sunspots hitting a spring forest. And to me that is beautiful.

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Das Gefühl von Heimat

Wenn man reist, gibt man automatisch das natürliche Anrecht auf Gemütlichkeit auf. Immer unterwegs, den schweren Rucksack auf dem Rücken und das leicht nervöse Gefühl, alles dabei zu haben und bloß nix zu verlieren. Und wenn man ankommt, dann wartet nicht unbedingt ein schönes Sofa mit Fernseher, sondern gerne mal die eine oder andere unangenehme Überraschung. Verdreckte Bäder, Fenster, die so dünn sind, dass der LKW direkt über die zu harten Matratzen zu fahren scheint, und, und, und…Jeder Reisende könnte diese Liste wahrscheinlich beliebig verlängern.

Umso schöner ist es dann, wenn man ganz unvermittelt an einem Ort kommt, wo es sich einstellt: Das wunderbare Gefühl, zumindest für kurze Zeit angekommen zu sein und Ruhe zu finden. Die Plätze, an denen das passiert, können jede beliebige Form annehmen: Das Haus einer Gastfamilie, das Zelt an einem einsamen See, das Hostel, wo plötzlich lauter nette Leute sind, das Schlafwagenabteil im Zug oder das schöne Hotel, in dem sich alle rührend um einen kümmern. Meistens kommt es ganz überraschend, manchmal hat man darauf gehofft. Und fast immer ist es das wohltuende Gefühl der Erleichterung, weit weg von zu Hause einen Platz gefunden zu haben, der irgendwie die Esprit von Schlafanzügen, heißen Schokoladen und kuscheligen Sofadecken hat.

Die Ballade von Angst und Vorfreude

Im normalen Alltag beläuft sich die Zahl der unsicheren und unvorhergesehenen Nachrichten auf weniger als fünf, das Wetter eingeschlossen. Bewege ich mich nun auf dem Pfad in Richtung Abflug Richtung Unbekannt wird die Zahl der unsicheren Variablen meines Lebens schlagartig größer. Die ganze Waage verschiebt sich, statt meiner gemütlichen Komfortzone erwarten mich plötzlich fremde Länder, Sprachen, Essen, Atlantik- und Pazifikflüge…Die Liste wird scheinbar endlos. Und es macht sich ein Gefühl in mir breit, das die meisten Menschen aus irgendeiner Situation in ihrem Leben kennen: Schneller Herzschlag, Kloß im Hals und Freudensprünge in den Beinen. Es ist gleichzeitig die herrlichste Vorfreude und tiefsitzende Angst. Angst davor, was passiert und gleichzeitig die Freude darauf. Die Möglichkeit dessen, was schief gehen könnte, ist gleichzeitig die unbekannte Variable an wunderbaren Dingen, die mich erwarten. Vielleicht macht ja auch erst die Angst die Vorfreude zu so einem allumfassenden Gefühl. In meinem Kopf gehen die beiden auf jeden Fall nicht nur Hand in Hand, sie umschlingen sich geradezu.

Und zusätzlich merke ich, dass sich noch ein anderes Gefühl extrem breit macht: Das Gefühl zu fühlen. Alles scheint intensiver zu sein, jetzt, wo ich kurz davor bin, alles Vertraute für eine Zeit hinter mir zu lassen. Dankbarkeit, Liebe, das erfüllt mich gerade von oben bis unten. Und allein dafür lohnt sich jede Reise…